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Das Segel
Wo Meer und Himmel sich vereinen,
Erglänzt ein Segel, weiß und weit,
Was trieb es aus dem Land der Seinen?
Was sucht es in der Einsamkeit?
Es pfeift der Wind. Die wellen drohen,
Es knarrt der Mast. Das Segel schwebt,
Nicht vor dem Glück ist es geflohen.
Es ist nicht Glück, wonach es strebt.
Strahlt auch in Glück der Himmelsbogen,
Und glänzt auch noch so blau das Meer,
Das Segel lechzt nach Sturm und Wogen,
Als ob in Stürmen Ruhe wär.
Michail Lermontow
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Ein Wildfang mit lockigem Kopf,
Ein Schmetterling, bunt entzückend... Umschmeichelt
sie irgendein Tropf, Dann lächelt sie süss und
bestrickend.
Doch schneller stets ist sie entflohn
Als Schmuck sie wechselt und Kleider
Sie huscht wie eine Schlange davon,
Sie schwingt wie eine Schwalbe sich weiter.
Wie kindlich die Stirn, das Gesicht,
Wie herrisch! Bald Himmel, bald Hölle! Die Augen so
strahlend, so licht, Doch abgründig dunkel die
Seele.
Bald herzlos, bald
zärtlich und mild, Als könnte sie keinen betrüben...
Ein Rätsel, das keiner enthüllt, Und doch muss ein
jeder sie lieben.
Michail Lermontow
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Für alles will ich
dir, für alles dankbar sein, Für alles , was im
Leben mir mißlang, bezahlen !..
Für all die Seelenglut, vertan in Wüsteneien, Für
all das Gift geheimer Herzensqualen, Für den Verrat
der Freunde und der Feinde Rache,
Der Tränen Bitternis und den verlogenen Kuss, Will
ich dir ewig dankbar sein, doch mach's, Dass ich dir
nicht mehr allzu lange danken muss.
Michail Lermontow
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